18.05.2023 | 15 Min

3 Gründe, wieso viele Banken pleitegehen!

In Amerika hat man in der Vergangenheit oft den Slogan "Whatever it takes" gehört, was darauf hindeutet, dass die Einlagensicherung auf alles, was es gibt, ausgedehnt wurde. In Deutschland und Europa gibt es eine Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bankkonto, die von der EU gewährleistet wird. Es gibt auch zusätzliche Einlagensicherungen von Banken oder Bankenverbünden, die im Ernstfall einen gewissen Prozentsatz ihres Gewinns oder Umsatzes aufbringen, um den Bankenverbund zu retten. Diese Sicherungsmaßnahmen bieten eine gewisse Beruhigung, doch ob sie im Ernstfall Bestand haben, bleibt abzuwarten.

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  1. Einlagensicherung und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen

Die Idee des Euros wurde geboren im Jahr XX. Ziel war es die vielen verschiedenen Währungen innerhalb der europäischen Union abzuschaffen und die damit anfallenden Hürden abzubauen. Als gewichtigste Gründe wurden dafür vor allem die Transaktionskosten, die Umrechnungsrisiken- und Aufwendungen, der damit einhergehende beschränkte Handel zwischen den Ländern, die Bürokratie und der gescheiterte Versuch fixe Wechselkurse zwischen den Ländern zu verankern, angeführt. Umgesetzt wurde der Euro als digitale Handelswährung zwischen den teilnehmenden Euro Mitgliedsstaaten bereits im Jahr 1999. Im Jahr 2002 würde der Euro dann auch in physischer Form als Bargeld den Bürgern zur Verfügung gestellt. Nicht alle Länder, die damals Teil der europäischen Union waren, haben den Euro als Zahlungsmittel eingeführt. Dänemark, Großbritannien oder Schweden beispielsweise blieben ihrer altern Währung treu. Die Gründe waren vor allem die fehlende Unabhängigkeit im Vergleich zu anderen Währungen, die Abhängigkeit von Entscheidungen der EZB und vor allem auch die fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung.

  1. Grund zur Sorge?

Die Anzahl der Bankenpleiten in Amerika und Europa hat in den letzten Jahren zugenommen, was in den Medien stark thematisiert wurde. Doch ist die Situation wirklich so bedenklich, dass man sein Geld nicht mehr auf der Bank lassen sollte? Betrachtet man die Anzahl der Bankenpleiten in den letzten Jahren, liegt diese immer noch unter dem Niveau von 2019 und 2020. Dennoch ist die Schwere der aktuellen Pleiten nicht zu unterschätzen, insbesondere wenn man die Bilanzsummen der betroffenen Banken berücksichtigt.

  1. Zukunftsaussichten und Konsolidierung

Die Banken sind immer noch stark in Staatsanleihen investiert, und mit steigenden Zinsen werden diese Anleihen zu einer enormen Belastung für ihre Bilanzen. Die Banken hoffen, diese Anleihen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten loswerden zu können, da sie eine lange Laufzeit haben. Der Trend, dass Kunden zu großen Banken abwandern, wird dazu führen, dass kleinere Banken verschwinden. Dieser Konsolidierungsprozess könnte zu einer Art staatlichem Bankensystem führen, in dem die großen Banken geschützt werden und die kleinen Banken Schwierigkeiten haben, den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.

  1. Die Rettung von Banken und Versicherungen

Diese Rettung durch staatliche Eingriffe und finanzielle Unterstützung hat Auswirkungen auf die Inflation. Einerseits versucht man, mit steigenden Zinsen die Inflation einzudämmen, andererseits wird durch die Geldspritzen für den Finanzsektor zusätzliches Geld in die Wirtschaft gepumpt, was zu einem Anstieg der Inflation führen kann. Dieses Dilemma stellt eine Herausforderung dar, da eine zu hohe Inflation die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigen und die wirtschaftliche Stabilität gefährden kann.

  1. Learning!

Die Zukunft des Finanzsektors ist mit Unsicherheiten behaftet, insbesondere im Hinblick auf Bankenpleiten und die Konsolidierung des Sektors. Die Einlagensicherung und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen bieten zwar gewisse Schutzmechanismen, doch letztendlich bleibt die Frage, ob diese im Ernstfall ausreichen. Es ist ratsam, sich über die Finanzlage der Banken, bei denen man sein Geld anlegt, zu informieren und diversifizierte Anlagestrategien zu verfolgen. Zudem sollten die Entwicklungen in der Wirtschaft und im Finanzsektor aufmerksam verfolgt werden, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.

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