02.08.2025 | 5 Min

📉 LinkedIn ist tot – und keiner will's wahrhaben?

Was ist nur aus LinkedIn geworden? Das einst seriöse Business-Netzwerk für Fachkräfte, Gründer und Karriereinteressierte wirkt heute wie eine Mischung aus Selbstinszenierung, Pseudo-Erfolgsgeschichten und digitalem Narzissmus. In einer gnadenlos ehrlichen Folge von „Geld verständlich“ nimmt Felix Früchtl das Phänomen LinkedIn unter die Lupe – mit klaren Worten, scharfem Blick und einem Augenzwinkern.

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  1. Die Absurditäten von LinkedIn
    Gleich zum Einstieg wird’s bitter-komisch. Vom Porsche auf dem Behindertenparkplatz bis zu den immergleichen „Ich wurde gefeuert und bin jetzt erfolgreicher denn je“-Posts – LinkedIn scheint zur Bühne für die absurdesten Geschichten geworden zu sein. Wer ernsthafte Inhalte sucht, scrollt sich durch eine Flut aus Selbstdarstellung, Eigenlob und Schein-Erfolg.
    Die Plattform, die mal fĂĽr echtes Networking gedacht war, wirkt inzwischen oft wie eine Parodie auf sich selbst.
  1. LinkedIn frĂĽher vs. heute

Früher war LinkedIn ein Ort für Business-News, Fachartikel und das Knüpfen echter beruflicher Kontakte. Heute dominieren Personal-Branding-Posts, Storytelling à la „Ich hab’s geschafft“ und Likes, die wichtiger scheinen als Inhalte.
Felix zeigt auf, wie sich die Plattform vom digitalen Lebenslauf zum Karrieretheater gewandelt hat – mit klaren Unterschieden zwischen dem, was einmal war, und dem, was heute viral geht.

  1. Profilneurose und Selbstinszenierung

Ab Minute 6 geht’s tief rein ins Herz des Problems: Die Profilneurose. Alles muss perfekt aussehen – der Jobtitel, das Profilbild, der Werdegang. Dabei entsteht ein absurdes Spiel um Sichtbarkeit und Selbstdarstellung. Wer am lautesten postet, wird gesehen – unabhängig vom Inhalt.
Die Folge? Authentizität bleibt auf der Strecke. Statt echten Einblicken gibt’s gefilterte Lebensläufe und Phrasen von „Consultants“, die oft selbst nie etwas aufgebaut haben.

  1. Die Zukunft von LinkedIn: Reels, Ego & der Absturz?

Mit dem Einzug von Kurzvideos und „LinkedIn Reels“ scheint das nächste Level der Ego-Show erreicht. Felix fragt provokant: Entwickelt sich LinkedIn gerade in Richtung TikTok für Anzugträger?
Der Trend geht weg von Substanz – hin zu Reichweite. Der Plattform droht der Verlust ihrer ursprünglichen Stärke: Vertrauen, Seriosität und echter fachlicher Austausch.

5.Fazit: LinkedIn lebt – aber wie lange noch sinnvoll?

LinkedIn ist nicht tot – aber krank. Die Plattform lebt von Nutzern, die mitmachen und mitgestalten. Derzeit kippt das Gleichgewicht zwischen Echtheit und Show, zwischen Vernetzung und Selbstvermarktung. Doch es liegt an uns, ob LinkedIn wieder mehr Tiefe bekommt – oder endgültig zur Bühne für Blender wird.

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