- Krankmeldungen, Komfortzonen und der schleichende Kulturwandel
Die Zahl der Krankheitstage pro Jahr ist in Deutschland in den letzten Jahren deutlich gestiegen, während digitale Krankschreibungen und erleichterter Zugang zu Leistungen den „Exit“ aus dem Arbeitsalltag bequemer machen. Unternehmer berichten zunehmend von einer kleinen, aber wachsenden Gruppe, die sich im bestehenden System einrichtet – was das Vertrauen in den Sozialstaat und seine Akzeptanz weiter erodieren lässt.
Fazit: Sozialstaat ja – aber mit klaren Grenzen und klaren Anreizen
Ein starker Sozialstaat ist unverzichtbar, wenn er Menschen in echten Notlagen auffängt und Chancen eröffnet, statt dauerhaft von Eigenverantwortung zu entkoppeln. Entscheidend wird sein, Leistungen zu bündeln, Missbrauch zu verhindern und Anreize so zu setzen, dass Arbeiten sich sichtbar lohnt – sonst riskieren wir, dass eine historische Erfolgsgeschichte in eine teure Gewohnheit ohne Rückhalt in der Mitte der Gesellschaft kippt.