13.12.2025 | 5 Min

Weihnachtsblues ade'

Im deutschsprachigen Business passiert im Dezember Erstaunliches: Während offiziell von „Besinnlichkeit“, „Durchschnaufen“ und „das Jahr revue passieren lassen“ gesprochen wird, geht in vielen Unternehmen faktisch die Produktivität in den Keller. Weihnachtskarten, automatische Abwesenheitsnotizen und der Hinweis auf Betriebsferien senden ein klares Signal: „Wir sind mental schon im Urlaub.“ Genau dagegen positioniert sich dieser Beitrag: Dezember und Januar sind keine Ausrede, sondern eine riesige Chance, Vorsprung aufzubauen.

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  1. Dezember: Wenn alle runterfahren – fährst du hoch

Statt sich Anfang Dezember innerlich schon abzumelden, lohnt es sich, gerade jetzt im Vertrieb und in der Kundenbetreuung voll anzugreifen.

Kunden haben am Jahresende einen klaren mentalen „Cut“ – perfekt, um Themen wie Finanzen, Schutz, Optimierung oder ausstehende Entscheidungen noch einmal auf den Tisch zu bringen.

Wer im April mit einem Kunden gesprochen hat und bis Dezember nichts entschieden hat, kann genau diesen Zeitraum nutzen: „Die Situation ist nicht besser geworden – lass uns jetzt die Schäfchen ins Trockene bringen, damit du 2026 sauber startest.“

So wird der Dezember zum Aktionsmonat: aktive Anrufe, strukturierte Nachfassgespräche, offene Angebote schließen, offene Fragen klären und gleichzeitig echte Wertschätzung zeigen – nicht durch „Wir machen jetzt mal langsam“, sondern durch Service, der den Kunden wirklich voranbringt.

  1. Weihnachtskarten: Welches Signal sendest du wirklich?

Weihnachtskarten sind eine schöne Tradition – sie zeigen Wertschätzung, Dankbarkeit und Beziehungspflege. Problematisch wird es, wenn zwischen den Zeilen die Botschaft steht: „Wir sind dann mal weg.“

Formulierungen wie „Jetzt erstmal durchschnaufen, ausruhen, wir melden uns im neuen Jahr wieder“ plus der Klassiker „Wir sind vom 22.12. bis 06.01. geschlossen“ senden ein klares Bild: Der Dienstleister ist in der wichtigsten Phase des Jahres nicht erreichbar.

Das Problem ist nicht Erholung an sich, sondern die Haltung dahinter: Wenn Feiertage zur Ausrede werden, um die eigene Performance herunterzufahren, verschenkt man bewusst Effizienz und Umsatz.

Wer stattdessen kommuniziert: „Danke für das gemeinsame Jahr – und wir sind selbstverständlich auch zum Jahresende für Sie da“, zeigt eine andere Firmenphilosophie: Verantwortung, Verlässlichkeit und echten Service statt bloßer Marketingfloskeln.

  1. Januar: Mit vollem Kalender statt Katerstimmung starten

Die meisten starten im Januar im Leerlauf: Erst einmal E-Mails nacharbeiten, Kalender sortieren, langsam wieder reinkommen – effektiv ist der Monat dann zur Hälfte weg. Genau das lässt sich verhindern, wenn der Januar bereits im Dezember vorbereitet wird.

Jetzt Kunden anrufen, fürs neue Jahr bedanken und gleich verbindliche Termine für Januar vereinbaren – so steht der Kalender schon, bevor andere überhaupt wieder im Büro auftauchen.

Anfang Januar bieten sich dann zwei starke Moves an: persönliche Neujahrsgrüße mit konkretem Mehrwert („Weil Sie ein Top-Kunde sind, habe ich für 2026 folgendes Angebot …“) und klare Entscheidungsfristen für Interessenten, die sich im laufenden Jahr gedrückt haben.

So wird der Januar nicht zum „Wieder-Einfinde-Monat“, sondern zum echten Startblock für 2026 – mit geplanten Gesprächen, klaren To-dos und fokussierten Deals statt passivem Abarbeiten.

  1. Mindset: Erfolgreiche Firmen entstehen im Dezember und Januar

Am Umgang mit Dezember und Januar zeigt sich, wie ein Unternehmen wirklich tickt.

Philosophie A: „Betriebsferien, es passiert eh nichts, alle sind raus.“ – bequem, aber teuer, weil wertvolle Zeit und Chancen ungenutzt verstreichen.

Philosophie B: „Wir leben unseren Service-Gedanken – auch dann, wenn andere schlafen.“ – sichtbar in Erreichbarkeit, Proaktivität und der Bereitschaft, genau dann da zu sein, wenn Kunden Orientierung brauchen.

Wer die beiden Monate nutzt, baut sich einen Vorsprung auf: während andere im Weihnachtsblues versinken oder im Januar noch sortieren, bist du bereits präsent, sichtbar und im Gespräch. Oder, zugespitzt formuliert: Alle anderen schlafen, während du nicht schläfst – und genau das ist deine Chance zur Positionierung.

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